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Faire Kultur – Kulturaustausch zwischen gleichberechtigten Partnern

Wir möchten Künstlern eine menschenwürdige Existenz ermöglichen, wir möchten nicht den kulturellen Raubbau unterstützen, so ist für uns etwa das Recht auf geistiges Eigentum nicht nur auf die europäischen Künstler beschränkt, auch die Rechte der afrikanischen Künstler werden in Europa gewahrt. Wir arbeiten im Grunde genommen mit zwei Teams, einem afrikanischen und einem europäischen. Die Finanzierung der Arbeit beider Teams muss gewährleistet sein. Keine Seite darf hierbei benachteiligt werden. Die Organisation von Tourneen durch afrikanische, wie auch durch europäische Staaten ist nicht nur eine rein künstlerische Aktion, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor. Wollen wir für beide Seiten eine finanzielle Sicherheit bieten, sind wir gezwungen unsere Produktion einem möglichst großen Publikum diesseits und jenseits des Mittelmeeres vorzustellen. Hiermit bieten wir den afrikanischen Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit, europäische Arbeitsweisen kennen zu lernen, sondern auch eine Möglichkeit, sich und ihr Können einem europäischen Publikum vorzustellen, d.h. sie arbeiten in Europa, mit fairen Gagen, sie werden zu Exporteuren ihrer Kunst und nicht zu Immigranten ins Ungewisse. Wir möchten dadurch auch Hilfe zur Selbsthilfe bieten, da die Kenntnis des europäischen Kunst- und Kulturmarktes, seiner Regeln, Beschränkungen und Möglichkeiten bei Afrikanern genauso wenig  vorausgesetzt werden darf, wie die Regeln und Normen des afrikanischen Kulturbetriebs bei Europäern.
Gleichzeitig mit unserer Suche nach einer Finanzierung in Europa für den afrikanischen Teil des Projektes, werden auch die Schauspieler in Burkina Faso aktiv am Fundraising beteiligt. Kontakte werden vor Ort geknüpft und Anträge gestellt. Nachhaltig sollen allen Mitwirkenden Wege aufgezeigt werden, wie Projekte finanziert und für einen größeren Markt geplant und gestaltet werden können.
Auch ist Sozialversicherung Pflicht im Projekt und Vor- und Nacharbeiten werden stundenweise entlohnt. Die Löhne werden diskutiert und offen dargelegt, anhand der höheren Fixkosten in Europa verdienen Europäer im Projekt zwar mehr als Afrikaner, jedoch niemals das zehn oder zwanzigfache, wie wir es schon oft miterlebt haben. Es gibt für beide Seiten ein Oberlimit.
Das Projekt soll so angelegt werden, dass ein Grundstein gelegt wird, für einen kulturellen Austausch zwischen Burkina Faso und Deutschland, der in den folgenden Jahren weiter ausgebaut werden kann und soll.

Die bisherigen Ergebnisse, wie etwa die Zusammenarbeit mit dem Mainfrankentheater in Würzburg, geben unserer Ideen Recht. Es gibt in Deutschland ein Interesse an diesem Kulturaustausch. Und es gibt in Burkina Faso Mesnchen, die gewillt sind, für diesen Dialog der Kulturen zu arbeiten.

 

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